Geschichte

Im Frühsommer wurde das Seminar als Privatschule mit 12 Schülerinnen eröffnet. Den anfänglichen Widerständen von Caritasverband und Erzdiözese Freiburg setzte Schwester Maria Rosa - die Schulgründerin – eisernen Willen entgegen.
Von 1926-1927 besuchte die jüdische Schülerin Bertha Emsheimer das Agneshaus. Sie ist 1940 von Karlsruhe ins Lager Gurs und 1942 weiter nach Auschwitz deportiert worden, wo sie am 14.09.1942 umgekommen ist. (Beitrag zum Gedenkbuch Karlsruher Juden)

Die Schule bekam eine Prüfungsordnung, nach der die ersten „Kindergärtnerinnen“ geprüft wurden. Außerdem gab es zwei Neuerungen: Weiterschulungskurse für Bühler Schwestern, die ohne pädagogische Ausbildung in Kindergärten arbeiteten und ein 1-jähriger Vorbereitungskurs für begabte Bewerberinnen, die nur die Volksschule besucht hatten. Dieser „Vorkurs“ wurde bis 1968 angeboten.

Schwester Seraphika übernahm die Leitung der Schule und während ihrer Amtszeit musste sie sich mit vielem Neuen auseinandersetzen. Die Schule wurde zur Berufsfachschule und später zur Fachschule für Sozialpädagogik, die nun „Erzieherinnen“ ausbildete. 1971 wurde das Anerkennungsjahr verbindlich eingeführt. Das Kollegium der Schwestern wurde durch weltliche Kräfte ergänzt.

Schwester Klara Maria wurde Schulleiterin und war bis 1997 im Agneshaus. „Im Mittelpunkt steht der Mensch“ war einer ihrer Leitsätze als Schulleiterin. Von diesen reichhaltigen Erfahrungen aus den 14 Jahren in Karlsruhe profitiere sie noch heute, sagt sie.
Seit 1999 ist sie im St. Marien Kloster zu Helfta in Eisleben tätig.


























