Geschichte

 
1912
Das neu erbaute Agneshaus dient jungen Frauen als Anlaufstelle in der anonymen Großstadt. Diese Aufgabe bestand bis 1956.
 
1925
Im Frühsommer wurde das Seminar als Privatschule mit 12 Schülerinnen eröffnet. Den anfänglichen Widerständen von Caritasverband und Erzdiözese Freiburg setzte Schwester Maria Rosa - die Schulgründerin – eisernen Willen entgegen.
 
Von 1926-1927 besuchte die jüdische Schülerin Bertha Emsheimer das Agneshaus. Sie ist 1940 von Karlsruhe ins Lager Gurs und 1942 weiter nach Auschwitz deportiert worden, wo sie am 14.09.1942 umgekommen ist. (Beitrag zum Gedenkbuch Karlsruher Juden)
 
1928
Die Schule bekam eine Prüfungsordnung, nach der die ersten „Kindergärtnerinnen“ geprüft wurden. Außerdem gab es zwei Neuerungen: Weiterschulungskurse für Bühler Schwestern, die ohne pädagogische Ausbildung in Kindergärten arbeiteten und ein 1-jähriger Vorbereitungskurs für begabte Bewerberinnen, die nur die Volksschule besucht hatten. Dieser „Vorkurs“ wurde bis 1968 angeboten.
 
1933
Mathilde Teicher, jüdische Schülerin, meldete sich 1933 im Agneshaus an. Ein Jahr später, am 31.1.1934 scheidet sie wieder aus.
 
1939
Die Schule wurde wegen des Kriegsbeginns evakuiert; konnte jedoch Ende Oktober wieder nach Karlsruhe zurückkehren. Trotz schwieriger Bedingungen und besonderer Auflagen durch das Naziregime wurde versucht, den Unterricht sachlich und objektiv weiterzuführen.
 
1944
Ab den Sommerferien war die Schule geschlossen. Bei zwei Luftangriffen kam das Agneshaus relativ unbeschadet davon.
 
1945
Das Kindergärtnerinnenseminar konnte den Schulbetrieb wieder aufnehmen.
 
1950
Nach mühsamer Aufbauarbeit nach dem Krieg konnte in diesem Jahr das 25-jährige Jubiläum der Schule gefeiert werden.
 
1957
Die Schule erhielt die staatliche Anerkennung als Ergänzungsschule. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse stellten immer wieder neue Anforderungen an Lerninhalte. Mit Gastdozenten versuchte man diesen gerecht zu werden.
 
1964
Schwester Seraphika übernahm die Leitung der Schule und während ihrer Amtszeit musste sie sich mit vielem Neuen auseinandersetzen. Die Schule wurde zur Berufsfachschule und später zur Fachschule für Sozialpädagogik, die nun „Erzieherinnen“ ausbildete. 1971 wurde das Anerkennungsjahr verbindlich eingeführt. Das Kollegium der Schwestern wurde durch weltliche Kräfte ergänzt.  
 
 
1983
Schwester Klara Maria wurde Schulleiterin und war bis 1997 im Agneshaus. „Im Mittelpunkt steht der Mensch“ war einer ihrer Leitsätze als Schulleiterin. Von diesen reichhaltigen Erfahrungen aus den 14 Jahren in Karlsruhe profitiere sie noch heute, sagt sie. 
Seit 1999 ist sie im St. Marien Kloster zu Helfta in Eisleben tätig.
 
1997
Die Trägerschaft der Schule ging auf die Erzdiözese Freiburg über und Herr Johannes Fehr wurde neuer Schulleiter im Agneshaus.
 
2000 - 75 Jahre Agneshaus
Feier und Veranstaltungen in St. Stephan, Stephansaal und im Agneshaus.
 
2004
Im Agneshaus stehen notwendige größere Sanierungs- und Umbauarbeiten an. Architekt Herr Frantz und Schulleiter Herr Fehr begutachten das Bürogebäude in der Gartenstr. 82-84, welches als Ausweichquartier während des Umbaus für ein Jahr bezogen wird.
 
2005
Die Umbaumaßnahmen im Agneshaus gehen voran. Das völlig entkernte Gebäude nimmt allmählich wieder Struktur an. 
 
2005
Im Sommer 2005 findet der Rückumzug ins umgebaute Agneshaus und bereits eine erste Abschlussfeier statt.
 
2006
Am 10. März 2006 feiert das Agneshaus die Einweihung nach dem Umbau mit anschließendem Tag der offenen Tür. Neben zahlreichen Gästen gratuliert Oberbürgermeister Heinz Fenrich und überreicht Schulleiter Herrn Fehr ein Geschenk der Stadt Karlsruhe.
 
2010
Im Februar 2010 wird Herr Klaus Torkler neuer Schulleiter im Agneshaus.
 
2012
Im Agneshaus startet am 17.09.2012 die neue 3-jährige praxisintegrierte Ausbildung (PIA)
 
2014
Im Zuge von 100 Jahren Ausbildung von Erzieherinnen und Erzieher in der Erzdiözese Freiburg erhalten die 3 Fachschulen in der Erzdiözese ein neues, modernisiertes und aufeinander abgestimmtes Logo bzw. corporate design.
 
2015
90 Jahre Agneshaus und Tag der offenen Tür 
 
2017
Das Agneshaus erhält den Karlsruher Integrationspreis
 
2017
Das Agneshaus erhält den Ludwig-Marum-Preis
 
2025
Das Agneshaus feiert sein 100-jähriges Bestehen mit einem Gottesdienst in St. Stephan und Festakt in der Alten Bank